Landesprämierung 2017
Landesprämierung 2017 stellt den Kürbiskernöl-Produzenten bisher bestes Zeugnis aus. Auch Absatz und internationale Nachfrage steigen. Geehrt wurden die prämierten Betriebe bei der diesjährigen Prämierungsfeier in der Ottersbachhalle in der Südoststeiermark.

Ein besonderer Jahrgang 2017.

Dieses bisher beste Zeugnis stellt die Landesprämierung 2017 den heimischen Kürbiskernöl-Produzenten und Ölmüllern aus. Heuer zeichnet sich steirisches Kürbiskernöl g.g.A. mit einem satten Grünton, einen mild- bis kraftvoll-nussigen Geschmack und außergewöhnlich feinen, röstfrischen Duftaromen aus.
Prämierte Betriebe 2017
„Obwohl es im Vorjahr der Wettergott mit den Kürbisbauern anfänglich nicht nur gut gemeint hat, ist das steirische Kürbiskernöl g.g.A. von bisher unvergleichbarer Meisterqualität – es hat in Geschmack, Farbe und Duft alle Ingredienzen für einen besonderen Jahrgang“
Landwirtschaftskammer-Präsident Franz Titschenbacher
Qualität in Spitze und Breite.
Auch die Bilanz der Landesprämierung 2017 kann sich mehr als sehen lassen: 500 Produzenten stellten sich dem Qualitätswettbewerb, 429 davon erhielten die hohe Auszeichnung „Prämierter steirischer Kernölbetrieb 2017“. Und die Hälfte der Ausgezeichneten, exakt 215 Produzenten, haben sogar die Höchstpunkteanzahl erreicht. „Qualität in Spitze und Breite haben Produzenten und Ölmüller durch ihre anspruchsvolle und harte Arbeit eindrucksvoll erreicht“, lobt Titschenbacher. Bei der Landesprämierung wird Kürbiskernöl auf Herz und Nieren getestet: Nach der strengen Laboranalyse durch ein unabhängiges Lebensmittelinstitut testete die 50-köpfige Expertenjury bei einer Blindverkostung die eingereichten Öle auf Farbe, Mundgefühl, Geschmack und Reintönigkeit, was drei Tage beanspruchte.
„Unsere konsequente und penible Qualitätsarbeit vom Acker über die Ernte bis hin zur Trocknung und Lagerung schätzen auch unsere Kunden. Wir freuen uns sehr, dass wir diese hohe Auszeichnung 15 Mal hintereinander zuerkannt bekommen haben.“
Claudia Pein
15 Mal die hohe Auszeichnung „Prämierter Steirischer Kernölbetrieb“. 20 Produzenten haben bereits 15 Mal die hohe Auszeichnung „Prämierter Steirischer Kernölbetrieb“ erreicht. Zum Beispiel der Familienbetrieb Pein in Mureck und Familie Lorenz von der Ölpresse Lorenz.
„Nur das gute Zusammenspiel von bester Kernqualität mit viel Fingerspitzengefühl beim Pressen bringt erstklassiges Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. in die Flasche. Zu unserer großen Freude ist uns dies 2017 bereits zum 15. Mal gelungen.“
Familie Lorenz von der Ölpresse Lorenz:

Mit Top-Qualität auch international erfolgreich.

Der Export ist seit 2010 um zehn Prozent gewachsen, einzelne Vermarkter verkaufen bereits mehr als die Hälfte des Steirischen Kürbiskernöls g.g.A. außerhalb Österreichs. Andreas Cretnik, Geschäftsführer der Gemeinschaft steirisches Kürbiskernöl konkretisiert: „Der asiatische Raum mit Südkorea und Taiwan entwickelt sich gut, auch der Iran hat die Türen geöffnet und in Kanada gibt es bereits mehr als 100 Spezialitätengeschäfte, die Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. anbieten. Ein besonderer Fokus wird derzeit auf den US-amerikanischen Markt gelegt.“ 
Gut entwickelt sich auch der Heimmarkt. Erfreulich ist, dass der Lebensmittelhandel bereits zwei Drittel seines Angebotes mit Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. deckt und dass Kürbiskernöl der bäuerlichen Direktvermarkter vermehrt Platz in den Regionalecken der Handelsketten finden.

Wettergott hat es 2016 nicht nur gut gemeint. Ausblick 2017.

Frost und Hagel haben unseren Kürbisbauern stark zugesetzt...
...nichts desto Trotz kam es neben totalen Ernteausfällen vereinzelt auch zu Rekordernten.
„Das Kürbisjahr begann im Vorjahr mit massiven Frostschäden auf 2.000 Hektar, wovon 1.000 Hektar nachgebaut wurden. Weitere 4.000 Hektar wurden von Hagel bis hin zu Totalausfällen geschädigt. Auf den restlichen Flächen erzielten die Kürbisbauern aber gute Kernerträge von außerordentlicher Qualität“, bilanziert Franz Labugger, Obmann der Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl. Und weiter: „Durch die Ausweitung der Kürbisanbauflächen konnten die durch Frost und Hagel verursachten Einbußen unterm Strich leichter verkraftet werden.“ Wegen der strengen steirischen Fruchtfolgeregelung erwartet Labugger für 2017 rückläufige Anbauflächen. Er erläutert: „Da diese Entwicklung vorhersehbar war, haben wir im vergangenen Jahr die Reserven etwas erhöht, damit die Versorgung mit Steirischem Kürbiskernöl g.g.A. trotz der Flächenreduktion gewährleistet werden kann.“
Fotocredit: Stefan Kristoferitsch (Prämierungsfeier, Pressekonferenz), Marcel Wressnig (Kürbisernte), Gemeinschaft Steirisches Kürbiskernöl g.g.A. (Verkostung, Unwetterschäden)